Co-Working

Social Impact Lab bietet Beratungsstipendien – Tipps für Bewerber*innen

„Am besten Sie schreiben uns mal eine Mail mit Ihrer Idee und Ihrem Geschäftskonzept und darauf würden wir dann antworten“, sagt der junge Mann am Empfang des Sozial Impact Labs. Sollte Idee gut sein, hat der/die Anrufer*in am anderen Ende der Leitung vielleicht eine Chance am Förderprogramm Social Impact Start teilzunehmen. Drei mal im Jahr vergibt das Social Impact Lab sein 8 monatiges Stipendium an solche social Starups, die sich noch in den Kinderschuhen befinden. Von den 50 bis 60 Bewerbungen, die in jeder Runde in Berlin eingehen, schaffen es weniger als 10 Prozent in das Förderprogramm, das vor allem mit Beratung und einen Platz im Co-Working-Space in einem Kreuzberger Hinterhof in der Muskauer Straße 24 unterstützt. Gerade sitzen hier 17 kleine Teams, die versuchen, mit ihrer Idee die Welt ein bisschen besser zu machen. Spätestens hier wird aus dem Siezen am Telefon ein normatives „Du“.

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Was sollten soziale Initiativen bei der Bewerbung beachten?

In dem eng gestrickten Bewerbungsformular müssen die Bewerber*innen Ihre Idee präzise darlegen. „Hier ist es wichtig, auf den Punkt zu kommen“, sagt Marc Schumann, vom Management des Co-Working-Spaces. Außerdem sollte den startups klar sein, dass das Social Impact Lab nur soziale Projekte unterstützt. Er empfiehlt, sich im Vorfeld zu überlegen, ob die eigene Idee einen solchen sozialen Ansatz hat, wie groß der Impact und wie entscheidend der soziale Aspekt ist. So habe es vereinzelt Bewerbungen gegeben, die für ihr Sozial Media Projekt Unterstützung wünschten. Nicht entscheidend ist dabei, wo auf der Welt das Projekt für sozialen Wandel arbeitet.

„Wir fördern soziale Initiativen, die ganz ganz am Anfang stehen“ betont Schumann. „Viele kommen an und zeigen was sie erreicht haben. Dann stellen wir die Frage, wie wir jetzt noch fördern können.“ Auch zum eigenen Nutzen sollten sich Bewerber*innen daher „gut überlegen, was sie vom Social Impact Lab erwarten, was ihnen geben können.“

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Pitching als zweite und dritte Bewerbungsrunde

12 Teams, die aus den bis zu 60 schriftlichen Bewerbungen besonders überzeugen konnten, werden zu einer Pitch-Werkstatt eingeladen. Bei einem internen Pitching werden danach nochmal vier Bewerber-Teams ausgesiebt. Von den in der Regal acht Initiativen, die ihre Vision beim öffentlichen Pitch darstellen, schaffen es laut Schumann zwischen drei und sechs Teams, für das Stipendium ausgewählt zu werden.

Seit 2011 konnten an verschiedenen Standorten rund 170 Teams die Auswahljury überzeugen und eine Förderung erhalten. Davon haben 120 Teams ein Sozialunternehmen gegründet. Neben Frankfurt, Leipzig, Hamburg und Berlin gibt es neuerdings einen Standorte in Duisburg. Ihn Wien und Zürich wird das Programm Social Impact Start auch angeboten – hier in Zusammenarbeit mit dem Social Impact Hub.

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Wer es einmal in das Förderprogramm Social Impact Start geschafft hat, bekommt verschiedene Coaching- und Beratungsangebote – muss allerdings auch den Fortschritt der Arbeit unter Beweis stellen. Nach dem dritten Monate entscheidet eine interne Jury über die Fortsetzung des Stipendiums und im fünften Monat nehmen externe Juroren den Erfolg und die bisherige Arbeit der Teams unter die Lupe. Auch wenn die Jury die weitere Zusammenarbeit mit den Teams in Frage stellen kann, können die meisten Teams ihr Stipendium bis zum Ende fortsetzen: „Wenn man sich nicht ganz daneben benommen hat, dann kommt man auch weiter“, beruhigt Schumann.

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Co-Working-Space und Beratung

Die Stipendiat*innen haben ihren Arbeitsplatz im Co-Working-Space des Social Impact Labs in Kreuzberg. „Aus Platzgründen können wir keine externen Mieterinnen mehr rein nehmen“ erklärt Schumann. Gefördert werden die Programmteilnehmer hier vor allem durch Beratung: „Das Programm beginnt mit einem Idea Reframing Workshop“, erklärt Schumann. Dabei werden die Ideen durchleuchtet und die Arbeitsschwerpunkte der nächsten Monate analysiert. Es wird ein Business Modell erarbeitet und die Methoden des Design Thinking kommen zum Einsatz. Neben der internen Beratung und Begleitung wird jedes Team mit einem Mentor von SAP gematched. Zudem können auch externe Beratungsangebote gebucht werden – je nach Bedarf der geförderten Projektteams rund 20 Stunden. Um konkrete Hilfe bei der Umsetzung ihrer Projekte -jenseits der Beratung – zu erhalten, nutzten die Projektgruppen die Synergien, die im Austausch mit anderen im Social Impact Lab entstünden.

Nach 8 Monaten ist das Stipendium zu Ende. Die Teams haben einen Monat „Kulanz-Zeit“, um die Räume zu verlassen oder sich dann auf eigene Kosten einzumieten.

Informationen zu den Leistungen des Stipendienprogramms Social Impact Start

Zur Bewerbung zum Social Impact Start

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