Die Großen

Luftmatratze, Frühstück und viel Geld – 1,5 Milliarden Investoren-Dollar für Airbnb

Das Konzept ist einfach. Menschen bieten sich gegen Geld eine Ferienwohnung oder ein Bett. Jeder kann so zur Vermieter*in werden. Reisende können günstige Unterkünfte finden – günstiger als die klassischen Hotels. Den größten Gewinn macht aber die Plattform die Urlauber*in und Wohnungseigentümer*in zusammenbringen. Von beiden verlangt Parteien verlangt sie nämlich eine Gebühr. Bei über 10 Millionen Übernachtungen allein im Jahr 2013 ist das sehr gewinnbringendes Geschäftsmodell. Davon waren auch Investoren überzeugt, die jetzt 1,5 Milliarden US-Dollar in Airbnb investierten. 1.499.937.904 Dollar sind es laut Mitteilung von Airbnb gewesen. Beim derzeitigen Wechselkurs sind das 1.377.226.484,1359 Euro. Die Gründer (oben im Foto) haben allen Grund sich zu freuenn.

Laut Wall Street Journal hat wird der Wert des Unternehmens auf rund 25 Milliarden Dollar geschätzt. Im Jahr 2014 lag der Wert gerade mal bei etwas mehr als der Hälfte. Expert*innen halten einen Börsengang des Unternehmens in den nächsten Jahren für nicht unwahrscheinlich.

Damit hat es das 2008 gegründete Startup in gerade einmal sieben Jahren zum Milliarden-Konzern gebracht. Der ursprüngliche Name hatte darauf nicht unbedingt schließen lassen: Airbnb ist die mittlerweile gebräuchliche Kurzform für „airbed and braekfast“ (dt.: Luftmatratze und Frühlstück), wie das Unternehmen noch im ersten Jahr hieß.

Dabei sind die Geschäftsmethoden von Airbnb durchaus umstritten. Kritiker verurteilen die Datenschutzrichtlinien und die Steuerpraxis, die Airbnb im Vergleich zu Hotels bevorzugt. Zudem führt die Vermietung über die Plattform gerade in Städten zur Verdrängung der Mieter*innen. Eine ausführliche Multimediadokumentation des Problems bietet der Tagesspiegel. Demnach kostet eine Airbnb-Übernachtung in Berlin im Durchschnitt 55 Euro.

Wie deutlich die Nachfrage nach Airbnb Wohnungen in den letzten Jahren gestiegen ist, lässt sich aus dem Trend der Google-Suchanfragen nach „airbnb berlin“ seit 2011 ablesen:

Unter dem Titel „Das Geschäft mit dem Teilen“ zeigt tagesschau.de eine kritische Perspektive auf das Geschäftsmodell von Airbnb und Unternehmen mit ähnlichen Geschäftsmodellen.

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