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#2oITG – Prof. Harhoff über ambivalente Innovation & Deutschlands teure Daten

„Innovation ist ambivalent“, startet Prof. Dr. Dietmar Harhoff seine Keynote beim 2. IT Gipfel der Grünen im Berliner Abgeordetenhaus. Der Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb und Vorsitzender der Expertenkommission Forschung und Innovation der Bundesregierung nannte als Beispiel die „Killer-Applikation des Buchdrucks“. Neben der Bibel wurde dank der neuen Technik nämlich auch unzählige pornographischer Schriften gedruckt und verteilt. Angesichts möglicher Schattenseiten von Innovationen forderte er eine Privatsheitsdiskussion. Ebenso plädierte er für „Offenheit als Grundlage für Innovation“.

Eine Innovation oder Technologie im Voraus zu beurteilen und nach moralisch und ökonomisch Maßstäben zu bewerten, sei so gut wie unmöglich, erklärte Harhoff und schlussfolgerte: „Wir brauchen die Offenheit und Experimente, um zu sehen, wie wir als Gesellschaft Innovationen gestalten wollen.“

Was ist die Geschichte der offenen Innovation?

Mit Blick auf die Geschichte erklärte der Direktor des Max-Planck-Instituts, dass es „Innovation Communities“, die nach dem kommunalen Prinzip jenseits der Geheimhaltung von Informationen agieren, bereits Ende des 19ten Jahrhundert zu beobachten waren. Bis vor 15 Jahren gab es Innovation in vertikal organisierten Unternehmen. „Alles passierte in einer Organisation.“ Danach habe ein Umbruch stattgefunden, der zum Teil noch stattfinde. Die Konsequenz: Ein verteiltes System, in dem Innovation auf viele Akteure verteilt ist. Die ökonomischen Heilversprechen lägen dabei in der Spezialisierung. Dabei sieht Harhoff diese Bewegung als losgelöst von allen Digitalen Entwicklungen aufgekommen.

Dass schon jetzt auch Unternehmen die Philosophie der Offenheit verfolgen beschreibt der Akademiker an zwei Beispielen: So nutze Bayer erfolgreich ein Wettbewerbsformat, um internationale Forscher für Forschungsvorschläge zu gewinnen. Als zweites Beispiel nannte er www.fold.it. In diesem Projekt versucht die University Washington Freiwillige zur Molekül-Erkennung einzuspannen. In einem spielerischen Verfahren helfen über 50.000 Menschen dabei Muster zu erkennen – im Sinne der Wissenschaft und für ein gutes Ranking im Spiel. Diese Beispiele zeigten, dass Offenheit bereits ein anerkanntes Prinzip der Unternehmen sei. Allgemein sei anerkannt, dass das „not-invent-it-here-Syndrom“ schädlich ist.

Dabei zeige eine Studie, dass die Ära der Wissensautomatisierung auch Jobs vieler hochqualifizierter Menschen gefährde. Eine Automobilindustrie, die Kontakt zu Fahrer*innen verliere – etwa weil diese alternative Produkte wie Navigationsgeräte von google nutzten – sehe eventuell einer Zukunft entgegen, „wo der Autohersteller nur noch zum Zulieferer wird“ – was insofern problematisch ist, dass die Gewinnmarge hier geringer sei. Die Angst das Geschäftsmodell an die abgeben zu müssen, die die Daten und die Digitalisierung haben sei dabei sehr real. Herhoffs Fazit: „Es ist entscheidend, in Wertschöpfungskanal die Hosen anzuhaben.“

Geschlossene Daten behindern Ideen

„Öffentliche Daten sind nirgendwo so teuer wie in Deutschland“ stellte Harhoff zur zudem sehr zerklüfteten Preisstruktur kritisch fest. Dies beeinflusse die Einstiegschancen von Startups. Denn: „Durch fehlende Verfügbarkeit von Daten werden Möglichkeiten und Experimente verhindert.“

„Förderung in die Breite“

Abschließend forderte der Keynote-Sprecher inhaltsoffene Förderung als notwendige Rahmenbedingung. Förderung solle „bitte in der Breite“ gehen und nicht alte Modelle bevorzugen wie der Leistungsschutz für Print. Dabei gab er allerdings zu bedenken, dass die Schutzrechte Innovationen behindern aber auch beflügeln können.

 

Weitere Fotos des 2.OITG auf der Seite von Stefan Gelbhaar (Mitglied des Abgeordnetenhauses Berlin)

 

 

 

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